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Glaserei Schmitz - Glasdesign


PRESSE: Aachener Zeitung - 2. Februar 2001

Scherben sollen einem Alsdorfer Jungunternehmer
Glück bringen

Stefan Schmitz übernimmt Glaserbetrieb mit 100-jähriger Tradition

Scherben bringen Glück – was für die meisten Menschen bloß ein Sprichwort ist, hat für Glasermeister Stefan Schmitz aus Alsdorf weitreichende Bedeutung: „So lange es Menschen gibt, wird es zum Glück auch kaputte Fenster geben." Eine Erkenntnis, die ihn beruhigt in die Zukunft blicken lässt. Der 30-Jährige übernahm den Glaser- und Malerbetrieb der Eltern Franz und Christa Schmitz, geborene Pöttgen. Ein Traditionsunternehmen - seit der Gründung 1901 ist er der vierte Firmeninhaber.

Alsdorf. Es könnte eine wie-der-Vater-so-der-Sohn-Geschichte im klassischen Sinne sein. Wenn da nicht die Mutter wäre, die nach ihrer kaufmännischen Ausbildung 1956 in den Maler- und Glaserbetrieb ihres Vaters Hans Pöttgen einstieg. „Frisch von der Handelsschule kommend, war das ein Sprung in kalte Wasser", erinnert sie sich. Doch sie hielt sich in dem von Männern dominierten Handwerk über Wasser.

Und wie: Während Vater Hans mit zeitweise bis zu zwölf Angestellten im Außendienst die Kunden zufrieden stellte, behielt die Tochter im Büro gewissenhaft den buchhalterischen Durchblick. Den Alltag in einem mittelständischen Unternehmen hatte die heute 61-Jährige eh schon seit frühester Kindheit intensiv miterlebt. „Zu Zeiten meines Großvaters Heinrich, der die Firma 1901 an der Mariensäule 11 gründete, wurden die Farben noch von Hand gerührt. Das ist aber sehr lange her..."
Ein Sohn sollte her" So zumindest der Wunsch von Hans Pöttgen. Doch nicht alle Wünsche gehen in Erfüllung. „Natürlich hat er sich einen Sohn gewünscht, allein schon wegen der Betriebsübernahme", weiß Christa Schmitz. Dass es am Ende „nur" zwei Töchter wurden, hat er aber dann ganz gut verkraftet.

Und außerdem: Mit Schwiegersohn Franz, der 1958 in die Firma einstieg und Christa 1964 heiratete, wurde der Traum vom Firmennachfolger doch noch wahr. „Alles, was ich in meinem Berufsleben brauchte, habe ich von meinem Schwiegervater gelernt", sagt der heute 60-jährige Franz Schmitz, der 1962 seine Malermeisterprüfung ablegte und nach dem Ausscheiden von Hans Pöttgen 1975 den Betrieb übernahm.

Die Zusammenarbeit mit dem Schwiegervater sei nicht immer reibungslos verlaufen. „Als der junge Nachfolger hatte ich natürlich eigene Ideen. Mit der Umsetzung, das war dann aber so eine Sache. Doch das ist völlig normal, wenn verschiedene Generationen in einem Betrieb zusammenarbeiten."

Mit Glasermeister Stefan Schmitz wagt nun die vierte Generation den Sprung in die unternehmerische Zukunft. Der 30-Jährige, der 1993 seine Prüfung zum Glasergesellen ablegte und mit seinem Gesellenstück – einer Bleiverglasung – zweiter Landessieger wurde, entdeckte schon in der Schulzeit nicht nur die Liebe zum Material Glas, sondern auch zum künstlerischen Umgang damit. „Kunst war eines meiner Abiturfächer. Und dass mir die Arbeit mit Glas Spaß macht, habe ich schnell gemerkt, als ich aushilfsweise mitgearbeitet habe", sagt Stefan Schmitz. Was ihn besonders fasziniert, sind die vielfältigen Möglichkeiten, die ihm das sensible Material bietet. „Ob Möbel-, Sandstrahlarbeiten oder die Gestaltung von Kirchenfenstern – der Beruf des Glasers hat viel mehr zu bieten als das Einsetzen einer Fensterscheibe", sagt Schmitz, der zwar jetzt sein eigener Herr ist, auf die wertvollen Ratschläge seiner Eltern aber keineswegs verzichten will. „Es ist gut zu wissen, dass ich auf ihre Erfahrung zurückgreifen kann", meint der Jungunternehmer, der zurzeit einen Lehrling beschäftigt.

Das soll sich auch in Zukunft nicht ändern. „Mein Betrieb soll klein und überschaubar bleiben", sagt er, „schließlich will ich selbst weiter im Kundeneinsatz bleiben. Nur Rechnungen und Angebote schreiben, das wäre mir zu einseitig. Das hätte dann nichts mehr mit dem Beruf zu tun, den ich so gerne ausübe."
Und Vater Franz will ihn dabei – wenn auch mit angezogener Handbremse – unterstätzen. Nach 47 Berufsjahren kann er sich nicht vorstellen, von heute auf morgen aus dem Betrieb auszuscheiden. „Stundenweise will ich schon noch mitarbeiten." Genug zu tun gibt es in jedem Fall. Denn so lange es Menschen gibt, wird es kaputte Fenster geben. Zum Glück.









Glaserei Schmitz
 
Scherben bringen Glück - was für die meisten Menschen bloß ein Sprichwort ist, hat für Glasermeister Stefan Schmitz aus Alsdorf bei Aachen weitreichendere Bedeutung.....
 
 
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